Layering-Leitfaden

Schichtkleidungsratgeber
Wie man sich in der Kälte warm hält
Warum kleidet man sich in Schichten?
Die Kunst des Layering ist kein Geheimnis – und es ist auch nicht sonderlich kompliziert. Mit der richtigen Vorgehensweise erhältst du mit dem Zwiebellook Superkräfte für deine Lieblingsaktivitäten im Freien. Damit bleibst du warm und trocken, sodass du mehr Zeit (und Spaß) im Freien hast.
Dank des Layering-Systems beim Anziehen profitierst du von drei grundlegenden Vorteilen:
- Feuchtigkeit wird von deiner Haut abtransportiert
- Wärme wird eingeschlossen
- Du bist vor den Elementen geschützt
Der Lagenlook bietet dir außerdem die Flexibilität, dich durch einfaches Entfernen oder Hinzufügen von Schichten an wechselnde Aktivitäten und Wetterbedingungen anzupassen, damit du dich den ganzen Tag über wohlfühlst. Und wenn wir schon von Komfort sprechen: Ein weiterer erwähnenswerter Vorteil ist, dass du dich mit dem Schichten von Kleidungsstücken frei bewegen kannst, ohne dass es scheuert.

Das 3-Lagen-System meistern
Das gängigste Schichtsystem besteht aus einer Basisschicht, einer Zwischenschicht und einer Außenschicht. Je nach Wetter können Sie jedoch erwägen, es auf vier Teile zu erweitern, indem Sie eine zweite Zwischenschicht hinzufügen. Aber zuerst das Wichtigste: Hier kommt Ihre Grundlage für Wärme in der Natur.

Schritt 1: Die richtige Basisschicht wählen
Die Basisschicht ist eine dünne Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird. Sie reguliert Ihre Körpertemperatur, leitet Schweiß ab und trocknet schnell, wenn sie nass wird. Um diese Vorteile optimal zu nutzen, wählen Sie eine leichte Basisschicht mit enger Passform.
Neben der Passform kann das richtige Material einen großen Unterschied für Ihr Abenteuer machen. Doch sollten Sie sich für innovative synthetische Stoffe oder für natürlich leistungsstarke Wolle entscheiden? Werfen wir einen kurzen Blick darauf, wie beide Sie auf Ihrer Tour unterstützen können.
Synthetische Basisschichten:
- Leiten Feuchtigkeit effizient ab und trocknen schnell
- Robuster als natürliche Materialien
- Können Gerüche entwickeln
Woll-Basisschichten (insbesondere Merinowolle):
- Bieten mehr Wärme
- Regulieren die Körpertemperatur und helfen, Schwitzen zu vermeiden
- Von Natur aus geruchsresistent
- Trocknen in der Regel langsamer als synthetische Materialien
Die Lösung? Wählen Sie beides. Durch die Kombination von temperaturregulierender und geruchsresistenter Wolle mit strapazierfähigen und flexiblen Materialien wie Elasthan oder Polyamid erhalten Sie das Beste aus beiden Welten in einem einzigen Produkt.
Nachdem die Basisschicht abgedeckt ist, geht es weiter zum nächsten wichtigen Teil.

Schritt 2: Mit einer Zwischenschicht kombinieren
Eine Zwischenschicht ist ein dickeres isolierendes Kleidungsstück, das die Körperwärme speichert – typischerweise eine Fleecejacke oder -weste oder sogar eine leichte Daunenjacke.
Für Aktivitäten mit höherem Tempo wie Trailrunning ist ein leichtes und atmungsaktives Fleece ideal. Kaltwetteraktivitäten nach Sonnenuntergang (oder alles, was längeres Stehen im Freien erfordert) können eine isolierte Jacke notwendig machen.
Auch hier beeinflusst die Materialwahl Ihrer Zwischenschicht Ihr Erlebnis. Das können Sie von den gängigsten Materialien erwarten.
Fleece (synthetische Wolle):
- Schnelltrocknend
- Strapazierfähig
- Weich und komfortabel
Wolle:
- Besonders warm
- Merinowolle ist besonders weich
- Von Natur aus geruchsresistent
- Kann kratzen
Daunen (Enten-/Gänsefedern):
- Wärmste Isolierung (je höher die Fillpower, desto wärmer)
- Klein verpackbar
- Ideal für trockene Bedingungen
Synthetische Materialien:
- Wärmeisolierend, selbst im feuchten Zustand
- Atmungsaktiv
- Nicht so komprimierbar wie Daunen
Also, was wählen? In diesem Fall ist es nicht so einfach. Bei Zwischenschichten geht es weniger darum, was richtig ist, sondern vielmehr darum, was zu Ihnen und Ihren Plänen passt. Weiter zum großen Finale Ihres gemütlichen, warmen Outfits.

Schritt 3: Die abschließende Außenschicht
Willkommen beim letzten Schritt Ihres Schichtsystems: der Außenschicht. Sie schützt vor den Elementen und hält die darunterliegenden Schichten trocken. Und ja, wie Sie vermuten, bieten unterschiedliche Außenschichten unterschiedliche Schutzlevel.
Welche Sie wählen sollten, hängt sowohl von Ihrem Aktivitätsniveau als auch von den erwarteten Wetterbedingungen ab.
Wasserdichte Außenschichten:
- Ideal für regnerische Tage
- Schützen vor starkem Regen
- Steiferes Material
Wasserabweisende Außenschichten:
- Leichtgewichtig
- Bieten leichten Schutz vor Regen und Wind
- Besser geeignet für hohe körperliche Aktivität
Windabweisende Außenschichten:
- Wasser- und windabweisend
- Am besten für trockene Bedingungen geeignet
Softshell-Außenschichten:
- Elastisch und komfortabel
- Atmungsaktiv
- Strapazierfähig
- Leicht wetterbeständig

Zeit, die Kälte und mehr zu genießen
Mit diesen drei spezialisierten Schichten sind Sie auf alles vorbereitet – von plötzlichen Schneestürmen bis hin zu steilen Wanderungen in der Mittagssonne. In Kombination mit einem funktionalen Wanderrucksack fühlt sich das An- und Ausziehen der Schichten so intuitiv an wie ein Schritt vor den anderen. Das Einzige, was noch bleibt? Ihr nächstes Abenteuer zu finden.