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Färben, um Wasser zu sparen

Spinngefärbte Stoffe sind nach Strich und Faden nachhaltig – und zwar gleich von Anfang an. Erfahre, warum diese Technik für die Zukunft der Outdoorkleidung unverzichtbar ist.

Obwohl es synthetische Fasern – die für Outdoorausrüstung unverzichtbar sind – erst seit einigen Jahrzehnten gibt, erhalten sie ihre kräftigen, attraktiven Farben, die man so gern im Kleiderschrank sieht, in einem jahrhundertealten Verfahren.

Dieses Verfahren, bei dem die Stoffe in die Farbe getaucht werden, so dass die Außenseite der Fasern die richtige Farbe erhält, wurde weit vor der Erfindung synthetischer Stoffe entwickelt. Bei Baumwolle, Wolle usw. ist es effektiv. Doch für synthetische Fasern ist es ungeeignet. Synthetische Fasern saugen die Farbe nicht so auf, wie es natürliche Fasern tun. Man erhält eine Faser, die außen kräftig gefärbt ist, aber in der Mitte einen blassen weißbeigen Ton hat: wie eine Zuckerstange.

Diese Art des Färbens ist nicht nur ineffizient, sondern hat auch einen verheerenden Wasserverbrauch. Deshalb interessieren wir bei Haglöfs uns dafür, unsere Arbeitsweisen zu verändern. Aus diesem Grund probieren wir bei dafür geeigneten Modellen in unserem Sortiment spinngefärbte Stoffe aus.

Bei spinngefärbten Stoffen wird das Material gleich zu Anfang mit der Farbe versehen – wenn die Fasern hergestellt und gesponnen werden. So hat das Rohmaterial von vornherein die richtige Farbe. Dies bedeutet, dass Sie, wenn Sie einen spinngefärbten Stoff durchschneiden und sich die Schnittstelle durch ein Mikroskop ansehen, die Farbe in der gesamten Faser sehen – bis ganz in die Mitte.

Das Beste an der Spinnfärbung ist jedoch, dass sie die Notwendigkeit der Färbebäder beseitigt und dadurch den Wasserverbrauch, einen der verschwenderischsten Aspekte der Textilbranche, deutlich reduziert. Schätzungen zufolge fällt bei der Flottenfärbung von Stoffen eine Abwassermenge an, die dem halben Volumen des Mittelmeers entspricht, und zwar jährlich. Zudem entfällt die Notwendigkeit, all dieses Abwasser aufzubereiten, so dass Energie und weitere wertvolle Ressourcen eingespart werden und dem Risiko des Abflusses von gefährlichem Färbewasser oder der Kontaminierung der unmittelbaren Umgebung ein Ende gesetzt wird.

Schätzungen zufolge wird bei der Spinnfärbung gegenüber konventionellen Färbetechniken 80 % Wasser eingespart. Die Einsparung an Elektrizität ist noch größer, und nur ein Bruchteil des beim Färben üblicherweise freigesetzten CO2 gelangt in die Atmosphäre. Darüber hinaus sieht das auf diese Weise produzierte Material gut aus, mit einer kräftigen Farbe, die zudem eine deutlich größere Verschleiß- und Wetterfestigkeit besitzt.

A sustainable outdoor industry. It’s possible.