Mikroplastik

– Die Jacke, die Du trägst, sollte nicht in dem Wasser zu finden sein, das Du trinkst

Wir verlangen unserer Outdoor-Bekleidung einiges ab. Sie muss strapazierfähig und pflegeleicht sein und am besten mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen können: Sie warm halten, gleichzeitig jedoch schnell abkühlen und Sie gegen Regen schützen, dabei jedoch atmen können. Synthetischer Stoff erfüllt diese Anforderungen und wird deshalb von uns seit langem gerne für Outdoor-Produkte verwendet. Dieser Stoff ist leicht, flexibel und feuchtigkeitsresistent. Aktuelle Berichte zeigen jedoch, dass synthetische Stoffe wie Fleece Mikroplastikteilchen abgeben, die schlussendlich in unsere Wassersysteme gelangen.

Warum spielen Mikroplastikteilchen eine Rolle?

Mikroplastikteilchen sind winzig kleine Plastikteilchen, die in einer Vielzahl von Produkten von Hygiene- und Kosmetikartikeln bis hin zu Fahrradreifen enthalten sind. Die routinemäßige Abnutzung führt dazu, dass sich diese Teilchen in noch kleinere Partikel aufspalten. Synthetische Stoffe, deren Nutzung in der Outdoor-Branche weit verbreitet ist, geben bei jedem Waschgang Mikroplastikteilchen ab. 

Diese abgegebenen Mikroplastikteilchen tragen schädliche Chemikalien mit sich und wurden in den ver-gangenen Jahren als eine der Hauptursachen für die Verschmutzung von Seen und Meeren identifiziert. Berichten zufolge gelangen sie mittlerweile sogar über Plankton und andere Wassertiere in die Nah-rungskette.

Was tut Haglöfs dagegen?

Wir ergreifen Maßnahmen, um die Menge der Mikroplastikteilchen, die unsere Produkte abgeben kön-nen, zu verringern. Wir verwenden beispielsweise nur hochwertige, bluesign®-zertifizierte Textilien, die die höchsten Umweltstandards erfüllen. Dadurch können wir sicherstellen, dass wir die strengsten Richt-linien in Bezug auf den Einsatz von Chemikalien, die Wasserreinigung und die Wasserrückgewinnung ein-halten. 

Ein Großteil der Mikroplastikteilchen wird beim Waschen des Kleidungsstücks abgegeben. Um feststellen zu können, wie viele synthetische Fasern oder Mikroplastikteilchen tatsächlich abgegeben werden, kon-trollieren wir unsere Bekleidungsprodukte regelmäßig (nach einmal, zweimal und fünfmal Waschen). Ausgehend von den Ergebnissen schaffen wir noch strengere Regeln für unsere Stoffe und ersetzen Ma-terialien, die eine unannehmbar hohe Anzahl von Fasern abgeben. Unsere Midlayer-Fleecematerialien z. B. behalten nach jeder Wäsche mehr oder weniger ihr Gewicht bei, was ganz einfach der Tatsache zu verdanken ist, dass sie nur einen geringen Anteil an Fasern abgeben. Außerdem halten sie Sie trotz mehrfachen Tragens und Waschens auch nach Jahren noch warm und sehen toll aus. 

Zusammen erreichen wir mehr

Mikroplastikteilchen sind ein weltweites Problem und die Textilbranche ist einer der Hauptverantwortli-chen. Als Unternehmen in der globalen Textilbranche liegt es in unserer Verantwortung, zur Lösung des Problems beizutragen.  Wir arbeiten aktiv mit anderen schwedischen Bekleidungsmarken zusammen und stehen gemeinsam in reger Diskussion mit unseren Stofflieferanten, um das Problem der Migration von Mikroplastikteilchen in die Umwelt zu lösen. 

Des Weiteren hat die European Outdoor Group (EOG) wichtige Akteure der globalen Outdoor-Branche an den Tisch geholt, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und konkrete Lösungsvorschläge in Bezug auf Mikroplastikteilchen zu entwickeln. Wir sind stolz, diese Gruppe gemeinsam mit einigen ande-ren Marken wie der Scandinavian Outdoor Group und Peak Innovation sowie der Leeds University und dem Nachhaltigkeitsinnovationsunternehmen Biov8tion als wissenschaftliche Partner anführen zu dür-fen.

Gemeinsam mit einigen anderen Marken aus verschiedenen Branchen nehmen wir auch noch an einem weiteren Forschungsprojekt unter der Leitung der schwedischen Forschungseinrichtung Swerea/RiSe teil (finanziert von FORMAS, Projektnummer 2017-00959) dessen Ziel darin besteht, die Abgabe von Mikroplastikteil-chen zu minimieren. Dazu sollen zum einen Stoffe untersucht und ihre Eigenschaften geändert werden, zum anderen jedoch auch die Funktion zum Einfangen loser Fasern bei Geräten wie Waschmaschinen effektiver gestaltet werden.

Innovative Neuerungen

Wir wollen nicht, dass wegen Haglöfs Mikroplastikteilchen in die Natur gelangen. Doch trotz unserer Be-mühungen, Lösungen für das Problem zu finden, sind bereits viele Kleidungsstücke im Umlauf, die auch weiterhin Fasern abgeben. Um sicherzustellen, dass solche Produkte nicht weggeworfen werden, bieten wir einen Wäschebeutel an, dank dem während des Waschens keine losen Fasern in den Reinigungszyk-lus eintreten. Der Beutel kann für alle Arten von synthetischen Stoffen verwendet werden und ist so-wohl in unseren Läden als auch online erhältlich.

Wie Sie etwas bewegen können

Falls Sie auf Kleidung, die Mikroplastikteilchen abgibt, verzichten, aber dennoch warm und trocken blei-ben möchten, haben wir verschiedene Alternativen im Angebot, bei denen ein solches Risiko sehr gering ist, beispielsweise aus unserer Essens Mimic- oder Barrier-Produktfamilie. Es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten, wie Sie die Kleidung, die Sie bereits besitzen, pflegen können, damit sie länger hält und die Umwelt weniger belastet. Hier einige praktische Tipps:
 
  • Hängen Sie Ihre Kleidung zum Trocknen draußen auf, vorzugsweise bei leicht feuchter Luft. Oder hängen Sie sie im Badezimmer auf, während Sie duschen.
  • Entfernen Sie Flecken mit einem feuchten Tuch oder Schwamm, anstatt das komplette Klei-dungsstück zu waschen. Entfernen Sie Fettflecken mit einem kleinen Klecks Spülmittel.
  • Waschen Sie Ihre Kleidung bei niedrigen Temperaturen: besonders bei synthetischen Stoffen sind 30° C oft ausreichend. Bakterien sterben sowieso erst ab Temperaturen über 70° C ab, des-halb ist die hohe Waschtemperatur in der Regel unnötig. Die auf dem Wäscheetikett angezeigte Temperatur ist die Höchsttemperatur.
  • Frontlader-Waschmaschinen sind besser für Ihre Kleidung als Toplader-Waschmaschinen und verbrauchen weniger Wasser. 
  • Vergewissern Sie sich, dass die Filter Ihrer Waschmaschine sauber sind und oft gewechselt wer-den, damit sie so viele Mikrofasern wie möglich einfangen.
  • Verwenden Sie stets Flüssigwaschmittel und befüllen Sie die Waschmaschine bis zum Maximum, um zusätzliche Waschgänge zu vermeiden.
  • Verwenden Sie den Wäschebeutel Guppy Friend, um Mikroplastikteilchen von Ihren syntheti-schen Kleidungsstücken einzufangen.

A sustainable outdoor industry.
It’s possible!