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Baumwolle

- Die Geschichte einer giftigen Liebe

Baumwolle wird schon seit Tausenden von Jahren verwendet und ist der beliebteste Textilstoff der Welt. Im Grunde wundert einen das nicht.  Sie ist schön weich, kühlt bei warmem Wetter und hält sowohl ho-hen Temperaturen als auch ständiger Benutzung stand. Doch Baumwolle hat eine schmutzige Geschichte, in der von Sklaverei bis Umweltzerstörung viele dunkle Kapitel zu finden sind. Und zwar so dunkel, dass Baumwolle wegen seines giftintensiven Anbaus mittlerweile einer der problematischsten Rohstoffe der Welt ist.

Beim Anbau von herkömmlicher Baumwolle werden schädliche Chemikalien eingesetzt.

Zudem werden gewaltige Mengen an frischem Wasser benötigt, damit die Pflanze wächst. Manchmal sind ganze 29.000 Liter nötig, um ein einziges Kilogramm Baumwolle zu produzieren. Herkömmliche Baumwolle wird zumeist in trockenen und warmen Gebieten angebaut, was den Einsatz von Schädlings-bekämpfungsmitteln erforderlich macht. In solchen Regionen herrscht oft Wasserknappheit, die die Ein-heimischen vor die schwierige Wahl stellt, ihren Lebensunterhalt durch den Anbau von Baumwolle zu verdienen oder das Wasser zum Trinken aufzusparen.

Der herkömmliche Baumwollanbau schließt zudem den Einsatz erheblicher Mengen von chemischen Schädlingsbekämpfungs- und Düngemitteln ein. So entfallen beispielsweise rund ein Viertel aller Insek-tenbekämpfungsmittel, die in der weltweiten Landwirtschaft eingesetzt werden, auf den Baumwollan-bau. Jedoch macht der Baumwollanbau lediglich 2,5 Prozent der weltweiten Anbaufläche aus. Solche Chemikalien töten aber nicht bloß die Schädlinge auf den Baumwollfeldern. Sie breiten sich über das Wasser, die Luft und den Boden auf andere Organismen in der Nahrungskette aus und wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird, können sie womöglich sogar ganze Ökosysteme zerstören. Auch viele Landwirte und deren Nachbarn, die den Chemikalien ausgesetzt sind, leiden unter gesundheitlichen Folgen, die von Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und starken Allergien bis hin zu schweren Krankheiten und sogar dem Tod reichen können.

Biobaumwolle – besser für die Menschen und den Planeten

Biobaumwolle wird dagegen ohne den Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln und künstlich hergestellten Düngemitteln angebaut. Uns bei Haglöfs ist die Entscheidung, nur Biobaumwolle für unsere Produkte zu verwenden, nie schwergefallen. Wir wollen das Beste aus unseren Produkten herausholen – für Sie, für die Baumwollerzeuger und ihre Gemeinden und auch für unsere Umwelt. Lei-der handelt es sich bisher immer noch lediglich bei 0,1 Prozent der weltweit angebauten Baumwolle um Biobaumwolle. 

Innovative Neuerungen

Zwar steigt die Nachfrage nach Baumwolle weiter an, doch der Anbau herkömmlicher Baumwolle kann zu den derzeitigen Bedingungen nicht weitergeführt werden. Da sich die extreme Wasserknappheit in vie-len Regionen bereits negativ auf die weltweite Baumwollproduktion auswirkt, forschen mehrere Unter-nehmen jetzt nach Möglichkeiten, Baumwolle zu recyceln. Obwohl Fortschritte auf diesem Gebiet nur langsam erzielt werden, sind wir erpicht darauf, mit recycelter Baumwolle zu experimentieren und her-auszufinden, ob es sich dabei um eine tragfähige Alternative sogar zur von uns verwendeten Biobaum-wolle handeln kann. 

Was können Sie tun?

Informieren Sie sich: Vergewissern Sie sich, dass Sie Kleidung aus Biobaumwolle kaufen, für die am besten Baumwolle aus Ländern verarbeitet wurde, in denen es ausreichend sauberes Wasser gibt und die Wasserversorgung nachhaltig ist. 

Kaufen Sie Kleidung, die leicht recycelbar ist: Kleidungsstücke ohne Mischgewebe sind einfacher zu recyceln. 

Lieben Sie Ihre Kleidung: Kein Kleidungsstück hat es verdient, im Müll zu landen. Achten Sie gut auf Ihre Baumwollkleidung, damit sie länger hält, und geben Sie sie einem Secondhand-Laden oder lassen Sie sie recyceln, wenn Sie sie nicht mehr benötigen. 

A sustainable outdoor industry.
It’s possible!